Pressemitteilung vom 19.11.2020

363 Delegierte stimmen erstmals schriftlich ab

Am 14. November hätte die 96. ordentliche Delegiertenversammlung des St. Galler Blasmusikverbandes in Diepoldsau stattfinden sollen. Infolge der Einschränkungen von Bund und Kanton hat der Verband aber auf die physische Durchführung verzichtet. Stattdessen wurde erstmals in der Geschichte eine schriftliche Variante umgesetzt – mit einer rekordhohen Stimmbeteiligung.

 

Bereits im August hat der Vorstand des SGBV beschlossen, hinsichtlich der im November stattfindenden Delegiertenversammlung zwei verschiedene Wege zu verfolgen. Einerseits einen Plan A, der eine normale und traditionelle Durchführung der DV mit dem geschäftlichen Teil am Morgen und der Veteranenehrung und der Vergabe des Josef-Strässle-Steigacker-Stiftungspreises am Nachmittag vorsieht. Andererseits einen Plan B, der die Abhandlung der Geschäfte des SGBV mittels schriftlicher Abstimmungen beinhaltet.

 

Administrativer Mehraufwand

Wie SGBV-Präsident Roland Kohler auf Anfrage erklärt, sei für den Plan A zusammen mit dem organisierenden Musikverein Diepoldsau-Schmitter ein Zeitpunkt festgelegt worden, bis zu welchem eine Durchführung ohne Kostenfolge abgesagt werden könne. «Dieser Stichtag war vier Wochen vor der eigentlichen DV.»

 

Der Plan B wurde dagegen bereits im August definiert. Dies vor allem, weil der administrative Aufwand erheblich grösser war. Die Vereinspräsidentinnen und -Präsidenten mussten ihre Delegierten schriftlich melden. Auch definierte der Verbandsvorstand die Stimmenzähler pro Kreis. «Diese Angaben mussten bis spätestens am 6. Oktober abgegeben werden», erinnert sich Kohler. Parallel dazu seien die Wahlunterlagen gedruckt und die Rückantwort-Couverts vorbereitet worden.

 

Die Ansteckungszahlen mit Covid-19 stiegen bis am 19. Oktober so rasant an, dass an eine physische Durchführung der DV kaum mehr geglaubt wurde. «Die Massnahmen des Bundes waren absehbar.» Es kam, wie es kommen musste: Der Vorstand habe sich entschieden, nur noch Plan B weiterzuverfolgen. «Die Wahlunterlagen wurden mit der Absage der eigentlichen DV an die Delegierten und Ehrenmitglieder verschickt.»

 

Alle Anträge angenommen

Am vergangenen Samstag haben sich nun die gewählten Stimmenzähler in Wattwil getroffen, um unter der Aufsicht und Koordination von Präsident Kohler, Vizepräsident Josef Signer und Roland Tremp, Leiter Administration, ihres Amtes zu walten. Kohlers Fazit: «Mit über 92 Prozent Stimmbeteiligung zeigen die Vereine im Einzugsgebiet des SGBV grosses Interesse an der Arbeit des Vorstandes.» Die Delegierten übten sich denn auch in Einigkeit, wurde doch allen Anträgen des Vorstandes grossmehrheitlich zugestimmt. So wurden nicht nur der Jahresrechnung und Revisorenbericht sowie das Budget gutgeheissen, auch wurde dem Vorstand und der kantonalen Musikkommission die Kompetenz erteilt, eigenmächtig Anpassungen an Reglementen durchzuführen. Die Hoheit über die Statuen bleibt derweil bei den Delegierten. Zudem wurde der Zuschlag zur Durchführung des 6. Kantonalen Jugendmusiktreffens an die Bürgermusik Benken vergeben.

 

Wie Kohler abschliessend erklärt, seien die Stimmberechtigten des Blasmusikverbandes noch am selben Abend detailliert und persönlich über den Wahlausgang informiert worden. Der SGBV-Präsident danke im Namen des Vorstands, der Musikkommission und der Geschäftsstelle für das entgegengebrachte Vertrauen. «Wir empfinden die Stimmbeteiligung von 92 Prozent als grosse Anerkennung, zeigt sie doch auf, wie wichtig die Geschäfte und Anliegen sind und wie ernst sie genommen werden», schliesst er.

 

(Text: Roland & Michael Kohler)

 

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Impressionen der Stimmauszählung